Magnesium ist an über 300 enzymatischen Prozessen im menschlichen Körper beteiligt. Es ist essenziell — der Körper kann es nicht selbst herstellen und ist auf eine regelmäßige Zufuhr über die Nahrung angewiesen. Die europäische Health-Claims-Verordnung erkennt für Magnesium sieben gesundheitsbezogene Angaben an:
- Magnesium trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei.
- Magnesium trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei.
- Magnesium trägt zu einer normalen Muskelfunktion bei.
- Magnesium trägt zur normalen psychischen Funktion bei.
- Magnesium trägt zur Erhaltung normaler Knochen und Zähne bei.
- Magnesium trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei.
- Magnesium trägt zum Elektrolytgleichgewicht bei.
Entscheidend für die Versorgung ist nicht nur die Menge, sondern die Form, in der Magnesium vorliegt. Jede Magnesiumverbindung hat ein eigenes Profil aus Löslichkeit, Verträglichkeit und Affinität zu bestimmten Geweben. Magnesium 7 kombiniert genau aus diesem Grund sieben Verbindungen.
MAGNESIUMBISGLYCINAT
Quelle. Magnesium, gebunden an die Aminosäure Glycin. Glycin ist die kleinste proteinogene Aminosäure und ein zentraler Baustein von Bindegewebe, Kollagen und Nervenbotenstoffen.
Wesentlicher Bestandteil von. Kollagen-Strukturen, Hämoglobin-Synthese, Gallensäuren, dem inhibitorischen Neurotransmitter-System im zentralen Nervensystem.
Einsatzgebiet. Wird häufig bei empfindlichem Magen-Darm-Trakt gewählt, da die Chelatbindung den Magnesium-Anteil gegenüber der Magensäure abschirmt. Gilt als eine der verträglichsten Magnesiumverbindungen überhaupt.
Wirkung. Das darin enthaltene Magnesium trägt zu einer normalen Muskel- und Nervenfunktion sowie zur normalen psychischen Funktion bei. Die zweite Komponente Glycin ist physiologisch bekannt als beruhigender Baustein des Nervensystems.
Beitrag im Komplex. Sorgt für eine schonende, gut verträgliche Magnesiumbasis — auch bei höheren Dosierungen oder längerer Einnahme.
MAGNESIUMTAURINAT
Quelle. Magnesium, gebunden an die Aminosulfonsäure Taurin. Taurin entsteht im menschlichen Stoffwechsel aus den schwefelhaltigen Aminosäuren Cystein und Methionin und findet sich in hoher Konzentration in Muskel-, Nerven-, Augen- und Herzgewebe.
Wesentlicher Bestandteil von. Herzmuskel, Skelettmuskulatur, Netzhaut, zentralem Nervensystem, Gallensäurestoffwechsel.
Einsatzgebiet. Wird typischerweise bei Belastung von Herz-Kreislauf-System, Muskulatur und Nervensystem eingesetzt — überall dort, wo beide Komponenten, Magnesium und Taurin, physiologisch ohnehin gemeinsam vorkommen.
Wirkung. Das enthaltene Magnesium trägt zur normalen Muskelfunktion, zur Funktion des Nervensystems und zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei.
Beitrag im Komplex. Ergänzt die Rezeptur in den Geweben, in denen Magnesium besonders stark gebraucht wird — Muskeln und Nerven.
MAGNESIUMCITRAT
Quelle. Magnesium, gebunden an Zitronensäure. Zitronensäure ist ein Zwischenprodukt des körpereigenen Zitratzyklus — jener Stoffwechselkette, in der Zellen Energie gewinnen.
Wesentlicher Bestandteil von. Energiegewinnung in den Mitochondrien (Zitratzyklus), Säure-Basen-Regulation, Mineralstoff-Transport.
Einsatzgebiet. Klassiker bei Bedarf an schnell verfügbarem Magnesium. Gut wasserlöslich, basenbildend, etablierte Verträglichkeit bei normaler Dosierung.
Wirkung. Das darin enthaltene Magnesium trägt zum normalen Energiestoffwechsel, zur Muskelfunktion, zum Elektrolytgleichgewicht und zur normalen psychischen Funktion bei.
Beitrag im Komplex. Liefert eine schnell lösliche, basisch wirkende Magnesiumfraktion — ergänzt die langsamer löslichen alkalischen Verbindungen.
MAGNESIUMMALAT
Quelle. Magnesium, gebunden an Apfelsäure (Malat). Apfelsäure kommt natürlich in Äpfeln und anderen Früchten vor und ist — wie Zitronensäure — ein Zwischenschritt im Zitratzyklus der Zelle.
Wesentlicher Bestandteil von. Zellulärer Energiegewinnung (Zitratzyklus), ATP-Synthese.
Einsatzgebiet. Wird häufig bei erhöhtem Energiebedarf und im Zusammenhang mit Müdigkeit und Erschöpfung gewählt, da die Malat-Komponente direkt im Energiestoffwechsel verwertet wird.
Wirkung. Das darin enthaltene Magnesium trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel und zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei.
Beitrag im Komplex. Bringt die energetische Komponente — Magnesium plus ein Molekül, das unmittelbar in den zellulären Energiekreislauf eintritt.
MAGNESIUMLACTAT
Quelle. Magnesium, gebunden an Milchsäure. Milchsäure ist ein natürliches Produkt des menschlichen Stoffwechsels (Muskelarbeit) und zugleich ein Ergebnis mikrobieller Fermentation.
Wesentlicher Bestandteil von. Muskelstoffwechsel, Kohlenhydratstoffwechsel, natürliche Darmflora.
Einsatzgebiet. Gut löslich, magenschonend, neutral im Geschmack. Wird häufig in Formulierungen gewählt, die über längere Zeit und bei empfindlichem Magen gut verträglich sein sollen.
Wirkung. Das enthaltene Magnesium trägt zur normalen Muskelfunktion, zum Elektrolytgleichgewicht und zur normalen Funktion des Nervensystems bei.
Beitrag im Komplex. Eine zweite organische, gut verträgliche Magnesiumfraktion — erweitert das Löslichkeitsspektrum im physiologischen pH-Bereich.
MAGNESIUMCARBONAT
Quelle. Anorganische, alkalische Magnesiumverbindung, kommt natürlich im Mineral Magnesit vor. Wird für Supplemente aus geprüften mineralischen Quellen gewonnen.
Wesentlicher Bestandteil von. Säure-Basen-Haushalt, natürliche Puffersysteme im Körper.
Einsatzgebiet. Wird eingesetzt, wenn ein höherer Magnesium-Anteil pro Gramm Verbindung gewünscht ist und gleichzeitig eine basische Komponente zur Pufferung beitragen soll. Langsamere Löslichkeit als die organischen Chelate.
Wirkung. Das enthaltene Magnesium trägt zur Erhaltung normaler Knochen und Zähne, zur normalen Muskelfunktion und zum Elektrolytgleichgewicht bei.
Beitrag im Komplex. Erhöht die Magnesium-Dichte der Rezeptur und liefert eine basisch wirkende Komponente — sinnvoll in Kombination mit den säurebasierten Chelaten.
MAGNESIUMHYDROXID
Quelle. Anorganische, alkalische Magnesiumverbindung. Kommt natürlich im Mineral Brucit vor und wird mineralisch gewonnen.
Wesentlicher Bestandteil von. Säure-Basen-Pufferung, mineralische Magnesium-Depots.
Einsatzgebiet. Wird gewählt, wenn Magnesium über einen längeren Zeitraum langsam freigesetzt werden soll und gleichzeitig eine basische Wirkung gewünscht ist. Hoher Magnesium-Anteil pro Gramm Verbindung.
Wirkung. Das enthaltene Magnesium trägt zur Erhaltung normaler Knochen und Zähne, zur normalen Muskelfunktion sowie zum Elektrolytgleichgewicht bei.
Beitrag im Komplex. Ergänzt Magnesiumcarbonat in der alkalischen Fraktion und sorgt für eine verzögerte, gleichmäßige Magnesium-Freisetzung über den gesamten Magen-Darm-Trakt.
WARUM SIEBEN VERBINDUNGEN, NICHT EINE
Eine einzelne Magnesiumverbindung ist immer ein Kompromiss. Chelate sind gut verträglich, liefern pro Gramm aber weniger elementares Magnesium. Anorganische Verbindungen sind magnesiumreich, aber weniger fein im Löslichkeitsverhalten. Der Körper begegnet Magnesium außerdem nicht an einer Stelle, sondern entlang des gesamten Magen-Darm-Trakts — bei ständig wechselndem pH-Wert.
Magnesium 7 bildet dieses Spektrum ab: fünf organische Chelate (Bisglycinat, Taurinat, Citrat, Malat, Lactat) für Verträglichkeit, Bioverfügbarkeit und Gewebeaffinität — zwei anorganische, alkalische Verbindungen (Carbonat, Hydroxid) für Magnesium-Dichte, basischen Beitrag und gleichmäßige Freisetzung.